Schlafapnoe Therapien

Eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine Atemstörung, bei der es im Schlaf zu wiederholten Atemaussetzern von mindestens 10 Sekunden kommt. Typische Symptome sind lautes Schnarchen und eine unregelmäßige Atmung. Da Betroffene durch das ständige Aufwachen keine Tiefschlafphasen erreichen, haben Sie untertags neben Kopfschmerzen auch Konzentrationsstörungen und verspüren eine chronische Müdigkeit – die letztlich zur gefährlichen Tagesschläfrigkeit führt.

Schlafapnoe: Viele Betroffene und eine hohe Dunkelziffe

Schlafapnoe ist eine relativ häufige Krankheit: Weltweit leiden über 936 Millionen Menschen an einer Obstruktiven Schlafapnoe (OSA).  Alleine in Österreich sind offiziell 350.000 Personen davon Betroffen – die Dunkelziffer liegt bei 600.000 Betroffenen.

Hauptsächlich betroffen von einer Obstruktiven Schlafapnoe sind:

  • Männer
  • Übergewichtige Menschen
  • RaucherInnen

Die Diagnose einer Obstruktiven Schlafapnoe

Viele Betroffene warten lange zu, bis Sie sich an einen Schlafmediziner wenden, meist drängen die Partner zur Untersuchung. Um eine Obstruktive Schlafapnoe zu erkennen, wird als Vortest eine sogenannte Polygraphie gemacht. Diese kann ambulant bei einem Lungenfacharzt oder einem HNO-Arzt durchgeführt werden. Hier wird festgestellt, ob es wirklich zu Atemaussetzern kommt. Ist der Vortest positiv, werden die PatientInnen in ein zertifiziertes Schlaflabor überwiesen. Hier wird eine ausführliche diagnostische Untersuchung namens Polysomnografie (PSG) durchgeführt.

Anhand der Häufigkeit der Atemaussetzer, der Weckreaktionen und des Sauerstoffabfalls wird schließlich der Schweregrad der Erkrankung bestimmt: Leicht, moderat und schwer. Bei wirklich schweren Fällen kann es bis zu 100 Atemaussetzern pro Stunde kommen.

Wie wird eine Obstruktive Schlafapnoe therapiert?

Unbehandelt geht eine obstruktive Schlafapnoe mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen einher:

  • exzessiver Tagesschläfrigkeit
  • Bluthochdruck
  • Hertzrhythmusstörungen
  • erhöhte Herzinfarkt-Risiko
  • erhöhtem Schlaganfallrisiko
  • verminderter Lebensqualität

Eine erhöhte Müdigkeit untertags erhöht das Unfallrisiko, wodurch auch andere Personen gefährdet werden können. Zusätzlich leiden Patienten oft unter erhöhter Reizbarkeit und sogar Depressionen. Durch lautes Schnarchen der Betroffenen, Keuchen oder Schnappen nach Luft werden auch Partner während des Schlafens gestört oder gestresst.

Ist eine Obstruktive Schlafapnoe heilbar?

Die CPAP-Therapie an sich ist bereits die Heilung. Nur in seltensten Fällen kann eine Therapie jedoch beendet werden – beispielsweise im Falle einer starken Gewichtsabnahme. Vorbeugung ist daher die wichtigste Maßnahme – vor allem für RisikopatientInnen.

Zu den allgemeinen Verhaltensregeln, neben der sogenannten „Schlafhygiene“ gehören:

  • Regelmäßiger Schlafrhythmus
  • Alkohol und Nikotin vor dem Schlaf vermeiden
  • Gewichtsreduktion

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